Lekkerbek


Benutzername:
?
Frei Wählbar.
Unter diesem Namen wird der Beitrag angezeigt.


URL:

Eintrag:



Lade ein Bild hoch:
Ich habe die Nutzungsbestimmungen gelesen und erkläre mich damit einverstanden

-1--2--3--4--5--6--7-
Anja Bauer
16:30
18-12-2020


Also, dass Buch kann ich nur emfphelen. Ich habe es zwar noch nicht ganz durch, aber jetzt schon top. Rezension folgt....
Liebe Grüße
Anja
Meerlila Blu (Autorin)
11:57
11-11-2020


Leseprobe

Kurze Schnauze – große Klappe

ISBN 978752608441



Da sitzt sie nun. Alleine im schwach beleuchteten Wohnzimmer und versucht meinen kleinen Bruder zum Schweigen zu bringen. Mit seinem Gebell wird er noch die Ganze Nachbarschaft aufscheuchen. Es gibt allerdings auch keinen ersichtlichen Grund, warum die Glocken des nahegelegenen Kirchturms an einem stinknormalen Mittwochabend um acht Uhr einen solchen Lärm veranstalten. Glockengeläut kann der Kleine nun mal nicht ausstehen. Meine Schwester hingegen liegt auf der Couch und pennt, während ich einen Ehrenplatz auf dem Schrank habe und das Ganze von dort aus überwache. Zumindest glaubt sie das. In Wahrheit hocke ich hier oben auf meiner Wolke und achte darauf, dass es während ihrer Spaziergänge nicht regnet. Tatsächlich mussten meine Geschwister seit ihrer Ankunft im neuen Zuhause, also seit fast fünf Monaten, keinen einzigen Morgen im Regen spazieren gehen.

Vielleicht sollte ich mich an dieser Stelle erst einmal vorstellen. Mein Name ist Rusty. Von den letzten fünfzehn Jahren habe ich vierzehneinhalb im Körper eines Malinois verbracht. Eigentlich war ich damit ganz zufrieden, aber nach so vielen Jahren schmerzten mir die Knochen doch sehr. Meine Beine wollten mir so gar nicht mehr gehorchen. Nach langen Überlegungen habe ich mich dazu durchgerungen, den Platz auf der Couch gegen den auf einer Wolke einzutauschen und es fortan mal als Engel zu versuchen. Die Flügel sind schon eine tolle Sache, aber mir läuft immer noch das Wasser im Mund zusammen, wenn auf der Erde eine Leberwurst in Frauchens Einkaufswagen landet. Ich hatte ja keine Ahnung, was ich mit dieser Entscheidung auslösen würde. Natürlich wollte ich den Platz auf dem Sofa an einen Erben weitergeben, aber hätte ich gewusst, wie traurig meine Familie über das Verschwinden meines alten, vertrauten Körpers war, ich hätte die Schmerzen noch eine Weile ertragen. Dabei bin ich doch immer noch da und verpasse keinen Moment im Leben meiner Familie. Aber fangen wir am Anfang an. Geboren wurde ich im Jahr zweitausendvier, also in dem Jahr, in dem Luciano Pavarotti seinen letzten Auftritt in der New York Metropolitan Oper gab und Griechenland Europameister wurde. Ich erwähne das nur, damit Ihrer Erinnerung an dieses Jahr etwas auf die Sprünge geholfen wird. Immerhin wurde das Finale der Europameisterschaft am vierten Juli ausgetragen und nur einen Tag später erblickte ich das Licht der Welt. Einer zunächst sehr unfreundlichen Welt, wie ich anmerken möchte, denn ich landete in einem Tierheim. Glücklicherweise führte das Schicksal mein zukünftiges Frauchen ein paar Monate später in diese spartanische Unterkunft und ich bellte so lange und laut, bis sie mich in meiner Zelle erhörte. Ich besaß nichts weiter als einen guten Quadratmeter kahlen Betonboden und einen Blechnapf mit Wasser. Nun bekam ich ein schickes Halsband, eine knallrote Leine und eine Schwester. In meinem neuen Zuhause erwartete mich eine recht betagte Berner Sennenhunddame namens Petzi, die ein wenig traurig wirkte. Sie hatte vor ein paar Wochen ihre Rottweilergefährtin Gina verloren und wollte nicht allein bleiben. Allerdings wollte sie auch keinen sechs Monate alten Rüden an ihrer Seite und gab mir erst einmal einen kräftigen Schubs, der mich quer durch den Flur meines neuen Zuhauses rutschen ließ. Die Fronten waren also schnell geklärt. Nun ja, der Boden war auch wirklich rutschig. Schließlich hatte mir niemand beigebracht, dass man nicht ins Haus pinkelt. Nach knapp einer Woche hatte ich die Sache mit der Stubenreinheit drauf und meinen Platz auf dem Sofa sicher. Auch Schwester Petzi hatte sich an ihren Bruder gewöhnt. Leider war unsere gemeinsame Zeit viel zu kurz. Nur gute zwei Monate später folgte sie Gina auf die Wolke. Auf Erden habe ich nicht mehr viel von ihr lernen können, aber nun sitzen wir hier oben oft zusammen und amüsieren uns über die Anfängerfehler, die unsere Familie doch nach so vielen Hundejahren nun wirklich nicht mehr machen dürfte.

Ich weiß, dass sich viele Menschen die Frage stellen, was nach ihrem Tod auf sie wartet. Hunde stellen sich diese Frage nicht. Trotzdem war ich ein wenig überrascht, als man mir hier oben die Wahl ließ. Ich war auf Erden ein guter Hund, aber ich sollte die Chance bekommen, es noch besser zu machen. Ein Teil meiner Seele durfte, sofern ich das wollte, noch einmal auf die Erde zurück. Was glauben Sie wie ich entschieden habe? Da unten meine trauernde Familie und die Leberwurst.
Ich gebe zu, in meinen ersten Monaten als junger Malionois im neuen Zuhause fand ich Näpfe ziemlich doof. Sowas gab es im Tierheim und diese unglücklichen Monate wollte ich nun wirklich hinter mir lassen. Ich war und blieb zunächst ein sehr, sehr dünner Hund. Mit viel Liebe und noch mehr Würsten hat mir meine Familie den Appetit zurückgegeben. Das sollte sich im Laufe meines Lebens noch rächen, aber dazu später. Für mich war klar, ein Teil meines alten Ichs würde im jungen Körper in meine alte Familie zurückkehren. Meine erste Aufgabe als Engel war aufmerksames Zuhören. Da unten auf meiner Couch wurde trotz aller Trauer über meine etwaige Nachfolge diskutiert. Der Sohn der Familie, bei meinem Einzug damals ein vierjähriges Kerlchen, hatte bereits eine feste Vorstellung vom neuen Familienmitglied. Aber versuchen Sie mal etwas von den Argumenten des inzwischen Neunzehnjährigen zu verstehen, wenn im Hintergrund Günther Jauch beim siebzehnten Zockerspecial seine Fragen stellt. Frauchen wünschte sich was Kleineres, was man auch mal unter den Arm klemmen könnte. Ich gebe zu, in Sachen Leinenführigkeit war ich nicht gerade ein Vorbild. Wenn ich aber die Diskussion richtig deutete, versuchte der Sohn des Hauses seinen Eltern gerade klarzumachen, dass man auch einen Boxer durchaus mal Tragen könnte. Ausgerechnet! Ein Boxer! Nach mehr als vierzehn Jahren spitze Schnauze sollte ich nun Lernen mit einer kurzen Nase umzugehen? Na, das konnte ja lustig werden. Aber was tut man nicht alles für ein bisschen Leberwurst. Ich musste mich schleunigst nach einer trächtigen Boxerhündin umsehen. Allzu weit durfte der Geburtsort natürlich nicht von meinem ehemaligen Wohnort entfernt liegen. Noch während Herr Jauch die zweihundertfünfzigtausend Euro Frage stellte, entschied ich mich für einen wunderschön gestromten Boxerrüden, der in wenigen Tagen das Licht der Welt erblicken sollte.
So weit, so gut. Ich musste noch einmal durch diesen schrecklich engen Geburtskanal, aber dafür würde ich schon bald mein Frauchen über meinen eigenen Verlust hinwegtrösten. Zumindest war das der Plan und ich jubelte innerlich, als die komplette Familie endlich zur Besichtigung erschien.
Zu meinem Entsetzen entschieden sie sich für eine Hündin. Ein Mädchen? Ernsthaft? Diese kleine Prinzessin war die Erstgeborene, aber nur deshalb, weil ihre Schnauze kürzer war und sie sich in dem engen Geburtskanal mal eben vorgedrängelt hatte. Unverschämtheit. Sie gaben ihr den Namen Bella. Das ich nicht lache! Was ist nun bitte schön an dieser kurznasigen winzigen Boxerhündin. Aber gut. Sie ist meine Schwester, im übertragenen und auch im leiblichen Sinne. Zum Glück hockte ein Großteil meiner Seele ja immer noch mit Engelsflügeln auf der Wolke und hatte die Macht, ein wenig Schicksal zu spielen.
Natürlich glaubten alle da unten, aus ihren Fehlern gelernt zu haben. Zwei Hunde, das kam gar nicht in Frage. Aber irgendwie brachte ich den neunzehnjährigen Sohn dazu, ein Versprechen zu geben. Natürlich würde er sich immer und zu jeder Zeit kümmern. Ich brachte Frauchen dazu, sich neben Bella auch hoffnungslos in den kleinen Rüden zu verlieben und ich brachte Herrchen dazu, beide Hunde zu bezahlen.
Wie das mit Versprechen von jungen Erwachsenen nun eben so ist. Fünf Monate später saß Frauchen also nun allein in ihrem schwach beleuchteten Wohnzimmer. Aber eben nicht ganz allein. In der Sofaecke auf vielen, vielen Kissen pennte Prinzessin Bella. Am Fenster bellte ich, also nicht ganz, eben mein kleiner Bruder Elvis. Ein paar Zentimeter von mir, äh Elvis, entfernt, zwitscherten die Zwergpapageien Lemon und Peach eine fröhliche Melodie zum Glockengeläut. Auf dem Schrank thronte meine von Kerzen umgebene Urne mit den reizenden Pfotenabdrücken, während die Urnen meiner Schwestern Petzi und Gina, sowie die des vor einigen Jahren verstorbenen Kaninchens Casper, friedlich hinter Glas pennten. Der neunzehnjährige Student trank mit Freunden in einer Bar ein paar Bier. Herrchen war auf Dienstreise. Frauchen bat mich, äh Elvis, mit verzweifelter Stimme um Ruhe, während die Glocken des nahegelegenen Kirchturms ahnungslos weiter bimmelten. Die Ratgeber „Welpenerziehung“, „Haltung mehrerer Hunde“ und „Sprachkurs Hund“ langweilten sich auf dem Fernsehschrank, weil Frauchen ja eigentlich wusste, dass sie hingehen und mir, äh Elvis, sagen sollte, das alles gut war und er still sein sollte. Frauchen hatte es auch mehrfach versucht, leider gehorchten die Glocken nicht. Oben auf der Wolke hockten wir. Petzi, Gina und ich, zusammen mit Casper, der nun auch Flügel hatte und verfolgten gespannt das beste Fernsehprogramm. Das was da unten im Wohnzimmer passierte, war viel interessanter, als „Wer wird Millionär“.









Meerlila Blu (Autorin)
11:56
11-11-2020


Leseprobe

Kurze Schnauze – große Klappe

ISBN 978752608441



Da sitzt sie nun. Alleine im schwach beleuchteten Wohnzimmer und versucht meinen kleinen Bruder zum Schweigen zu bringen. Mit seinem Gebell wird er noch die Ganze Nachbarschaft aufscheuchen. Es gibt allerdings auch keinen ersichtlichen Grund, warum die Glocken des nahegelegenen Kirchturms an einem stinknormalen Mittwochabend um acht Uhr einen solchen Lärm veranstalten. Glockengeläut kann der Kleine nun mal nicht ausstehen. Meine Schwester hingegen liegt auf der Couch und pennt, während ich einen Ehrenplatz auf dem Schrank habe und das Ganze von dort aus überwache. Zumindest glaubt sie das. In Wahrheit hocke ich hier oben auf meiner Wolke und achte darauf, dass es während ihrer Spaziergänge nicht regnet. Tatsächlich mussten meine Geschwister seit ihrer Ankunft im neuen Zuhause, also seit fast fünf Monaten, keinen einzigen Morgen im Regen spazieren gehen.

Vielleicht sollte ich mich an dieser Stelle erst einmal vorstellen. Mein Name ist Rusty. Von den letzten fünfzehn Jahren habe ich vierzehneinhalb im Körper eines Malinois verbracht. Eigentlich war ich damit ganz zufrieden, aber nach so vielen Jahren schmerzten mir die Knochen doch sehr. Meine Beine wollten mir so gar nicht mehr gehorchen. Nach langen Überlegungen habe ich mich dazu durchgerungen, den Platz auf der Couch gegen den auf einer Wolke einzutauschen und es fortan mal als Engel zu versuchen. Die Flügel sind schon eine tolle Sache, aber mir läuft immer noch das Wasser im Mund zusammen, wenn auf der Erde eine Leberwurst in Frauchens Einkaufswagen landet. Ich hatte ja keine Ahnung, was ich mit dieser Entscheidung auslösen würde. Natürlich wollte ich den Platz auf dem Sofa an einen Erben weitergeben, aber hätte ich gewusst, wie traurig meine Familie über das Verschwinden meines alten, vertrauten Körpers war, ich hätte die Schmerzen noch eine Weile ertragen. Dabei bin ich doch immer noch da und verpasse keinen Moment im Leben meiner Familie. Aber fangen wir am Anfang an. Geboren wurde ich im Jahr zweitausendvier, also in dem Jahr, in dem Luciano Pavarotti seinen letzten Auftritt in der New York Metropolitan Oper gab und Griechenland Europameister wurde. Ich erwähne das nur, damit Ihrer Erinnerung an dieses Jahr etwas auf die Sprünge geholfen wird. Immerhin wurde das Finale der Europameisterschaft am vierten Juli ausgetragen und nur einen Tag später erblickte ich das Licht der Welt. Einer zunächst sehr unfreundlichen Welt, wie ich anmerken möchte, denn ich landete in einem Tierheim. Glücklicherweise führte das Schicksal mein zukünftiges Frauchen ein paar Monate später in diese spartanische Unterkunft und ich bellte so lange und laut, bis sie mich in meiner Zelle erhörte. Ich besaß nichts weiter als einen guten Quadratmeter kahlen Betonboden und einen Blechnapf mit Wasser. Nun bekam ich ein schickes Halsband, eine knallrote Leine und eine Schwester. In meinem neuen Zuhause erwartete mich eine recht betagte Berner Sennenhunddame namens Petzi, die ein wenig traurig wirkte. Sie hatte vor ein paar Wochen ihre Rottweilergefährtin Gina verloren und wollte nicht allein bleiben. Allerdings wollte sie auch keinen sechs Monate alten Rüden an ihrer Seite und gab mir erst einmal einen kräftigen Schubs, der mich quer durch den Flur meines neuen Zuhauses rutschen ließ. Die Fronten waren also schnell geklärt. Nun ja, der Boden war auch wirklich rutschig. Schließlich hatte mir niemand beigebracht, dass man nicht ins Haus pinkelt. Nach knapp einer Woche hatte ich die Sache mit der Stubenreinheit drauf und meinen Platz auf dem Sofa sicher. Auch Schwester Petzi hatte sich an ihren Bruder gewöhnt. Leider war unsere gemeinsame Zeit viel zu kurz. Nur gute zwei Monate später folgte sie Gina auf die Wolke. Auf Erden habe ich nicht mehr viel von ihr lernen können, aber nun sitzen wir hier oben oft zusammen und amüsieren uns über die Anfängerfehler, die unsere Familie doch nach so vielen Hundejahren nun wirklich nicht mehr machen dürfte.

Ich weiß, dass sich viele Menschen die Frage stellen, was nach ihrem Tod auf sie wartet. Hunde stellen sich diese Frage nicht. Trotzdem war ich ein wenig überrascht, als man mir hier oben die Wahl ließ. Ich war auf Erden ein guter Hund, aber ich sollte die Chance bekommen, es noch besser zu machen. Ein Teil meiner Seele durfte, sofern ich das wollte, noch einmal auf die Erde zurück. Was glauben Sie wie ich entschieden habe? Da unten meine trauernde Familie und die Leberwurst.
Ich gebe zu, in meinen ersten Monaten als junger Malionois im neuen Zuhause fand ich Näpfe ziemlich doof. Sowas gab es im Tierheim und diese unglücklichen Monate wollte ich nun wirklich hinter mir lassen. Ich war und blieb zunächst ein sehr, sehr dünner Hund. Mit viel Liebe und noch mehr Würsten hat mir meine Familie den Appetit zurückgegeben. Das sollte sich im Laufe meines Lebens noch rächen, aber dazu später. Für mich war klar, ein Teil meines alten Ichs würde im jungen Körper in meine alte Familie zurückkehren. Meine erste Aufgabe als Engel war aufmerksames Zuhören. Da unten auf meiner Couch wurde trotz aller Trauer über meine etwaige Nachfolge diskutiert. Der Sohn der Familie, bei meinem Einzug damals ein vierjähriges Kerlchen, hatte bereits eine feste Vorstellung vom neuen Familienmitglied. Aber versuchen Sie mal etwas von den Argumenten des inzwischen Neunzehnjährigen zu verstehen, wenn im Hintergrund Günther Jauch beim siebzehnten Zockerspecial seine Fragen stellt. Frauchen wünschte sich was Kleineres, was man auch mal unter den Arm klemmen könnte. Ich gebe zu, in Sachen Leinenführigkeit war ich nicht gerade ein Vorbild. Wenn ich aber die Diskussion richtig deutete, versuchte der Sohn des Hauses seinen Eltern gerade klarzumachen, dass man auch einen Boxer durchaus mal Tragen könnte. Ausgerechnet! Ein Boxer! Nach mehr als vierzehn Jahren spitze Schnauze sollte ich nun Lernen mit einer kurzen Nase umzugehen? Na, das konnte ja lustig werden. Aber was tut man nicht alles für ein bisschen Leberwurst. Ich musste mich schleunigst nach einer trächtigen Boxerhündin umsehen. Allzu weit durfte der Geburtsort natürlich nicht von meinem ehemaligen Wohnort entfernt liegen. Noch während Herr Jauch die zweihundertfünfzigtausend Euro Frage stellte, entschied ich mich für einen wunderschön gestromten Boxerrüden, der in wenigen Tagen das Licht der Welt erblicken sollte.
So weit, so gut. Ich musste noch einmal durch diesen schrecklich engen Geburtskanal, aber dafür würde ich schon bald mein Frauchen über meinen eigenen Verlust hinwegtrösten. Zumindest war das der Plan und ich jubelte innerlich, als die komplette Familie endlich zur Besichtigung erschien.
Zu meinem Entsetzen entschieden sie sich für eine Hündin. Ein Mädchen? Ernsthaft? Diese kleine Prinzessin war die Erstgeborene, aber nur deshalb, weil ihre Schnauze kürzer war und sie sich in dem engen Geburtskanal mal eben vorgedrängelt hatte. Unverschämtheit. Sie gaben ihr den Namen Bella. Das ich nicht lache! Was ist nun bitte schön an dieser kurznasigen winzigen Boxerhündin. Aber gut. Sie ist meine Schwester, im übertragenen und auch im leiblichen Sinne. Zum Glück hockte ein Großteil meiner Seele ja immer noch mit Engelsflügeln auf der Wolke und hatte die Macht, ein wenig Schicksal zu spielen.
Natürlich glaubten alle da unten, aus ihren Fehlern gelernt zu haben. Zwei Hunde, das kam gar nicht in Frage. Aber irgendwie brachte ich den neunzehnjährigen Sohn dazu, ein Versprechen zu geben. Natürlich würde er sich immer und zu jeder Zeit kümmern. Ich brachte Frauchen dazu, sich neben Bella auch hoffnungslos in den kleinen Rüden zu verlieben und ich brachte Herrchen dazu, beide Hunde zu bezahlen.
Wie das mit Versprechen von jungen Erwachsenen nun eben so ist. Fünf Monate später saß Frauchen also nun allein in ihrem schwach beleuchteten Wohnzimmer. Aber eben nicht ganz allein. In der Sofaecke auf vielen, vielen Kissen pennte Prinzessin Bella. Am Fenster bellte ich, also nicht ganz, eben mein kleiner Bruder Elvis. Ein paar Zentimeter von mir, äh Elvis, entfernt, zwitscherten die Zwergpapageien Lemon und Peach eine fröhliche Melodie zum Glockengeläut. Auf dem Schrank thronte meine von Kerzen umgebene Urne mit den reizenden Pfotenabdrücken, während die Urnen meiner Schwestern Petzi und Gina, sowie die des vor einigen Jahren verstorbenen Kaninchens Casper, friedlich hinter Glas pennten. Der neunzehnjährige Student trank mit Freunden in einer Bar ein paar Bier. Herrchen war auf Dienstreise. Frauchen bat mich, äh Elvis, mit verzweifelter Stimme um Ruhe, während die Glocken des nahegelegenen Kirchturms ahnungslos weiter bimmelten. Die Ratgeber „Welpenerziehung“, „Haltung mehrerer Hunde“ und „Sprachkurs Hund“ langweilten sich auf dem Fernsehschrank, weil Frauchen ja eigentlich wusste, dass sie hingehen und mir, äh Elvis, sagen sollte, das alles gut war und er still sein sollte. Frauchen hatte es auch mehrfach versucht, leider gehorchten die Glocken nicht. Oben auf der Wolke hockten wir. Petzi, Gina und ich, zusammen mit Casper, der nun auch Flügel hatte und verfolgten gespannt das beste Fernsehprogramm. Das was da unten im Wohnzimmer passierte, war viel interessanter, als „Wer wird Millionär“.









Meerlila Blu (Autorin)
11:55
11-11-2020



Meerlila Blu (Autorin)
11:51
11-11-2020



Meerlila Blu (Autorin)
08:33
07-11-2020



Meerlila Blu (Autorin)
15:09
19-02-2019



helga
10:32
08-11-2018


Gerne es war wieder eine neue Erfahrung
Meerlila Blu (Autorin)
08:39
08-11-2018


Sind die Damen nicht schick? Vielen Dank für das schöne Foto Helga.
Meerlila Blu (Autorin)
15:14
15-10-2018



Meerlila Blu (Autorin)
09:47
29-09-2018


Für alle die noch keinen "#Messeblues" haben gibt es unter diesem Link https://bit.ly/2OllOXZ eine sehr ausführliche Leseprobe! Es sind Auszüge aus gleich mehreren Kapiteln. Schnell mal reinlesen...
helga
14:56
24-09-2018


Ganz toll super meerlilablu
Meerlila Blu (Autorin)
10:34
12-09-2018



Meerlila Blu (Autorin)
13:21
31-08-2018


Zum Start ins Wochenende zeige ich Euch mal das komplette Cover vom #Messeblues. Ich finde es sehr gelungen. Leider steht es in den Buchhandlungen oft eingeschweißt im Regal. Für alle die es noch nicht in die Hand nehmen konnten, hier also ein kleiner Blick "ins" Buch.
Euch allen ein schönes Wochenende!
Meerlila Blu (Autorin)
10:19
24-08-2018


Heute mal wieder etwas Neues zum #Messeblues. Wie Ihr bestimmt schon gesehen habt, ist das Buch auch in der Buchhandlung "Das Buch in Eilendorf" erhältlich. Natürlich könnt Ihr es auch bei jedem anderen Buchhändler oder online bestellen!
Meerlila Blu (Autorin)
08:59
20-08-2018



Meerlila Blu (Autorin)
20:04
19-08-2018



Meerlila Blu (Autorin)
14:26
13-08-2018



helga
11:28
13-08-2018


Super Anja schön,das Du das machst. Ich muss es immer wieder sagen,wo sie die anderen Stammtisch Leute ? schade
Meerlila Blu (Autorin)
12:39
02-08-2018


Dankeschön Anja!
Ich freu mich, dass Dir das Buch gefällt und über Deine Bewertung.

12:05
02-08-2018


Guten morgen,
so Rezension verbreitet
bei Amazon, mein kleines Bücherzimmer und lovelybooks. Für echte Fans der Frankfurter Buchmesse und alle anderen na klar auch :-)
08:24
30-07-2018


Guten morgen,
so auf meinen Blog hab ich auch mal das neue Buch vorgestellt und auch den super gelungenen Trailer verlinkt.
https://meinbuecherzimmer.blogspot.com/2018/07/jetzt-schon-der-messeblues.html
ganz liebe Grüße
Anja
Meerlila Blu (Autorin)
10:04
22-07-2018


Der #Messeblues kommt. Ab 01. August 2018 im Handel!
Als Taschenbuch, Großdruckerei und eBook!
helga
12:59
23-06-2018


War lange nicht mehr Hier. Wir freuen uns doch sicher Alle darauf. Einfach super. Bin gespannt.
Meerlila Blu (Autorin)
14:30
15-05-2018


Schon wieder gibt es Neues zu berichten. Mit Spannung erwarten wir den Erscheinungstermin des neuen Buchs. Diesmal geht die Reise aber nicht auf ein Kreuzfahrtschiff, sondern nach Frankfurt. Die Veröffentlichung habe ich vertrauensvoll in die Hände eines Verlages gegeben. Bei soviel Veränderungen brauchen wir natürlich auch etwas Vertrautes. Unsere beliebten Protagonisten sind natürlich mit von der Partie. Also seid gespannt! In Kürze könnt ihr mit Herbert und Helga die Frankfurter Buchmesse unsicher machen. Das Buch wird in allen Buchhandlungen und bei allen Onlinehändlern erhältlich sein. Mehr dazu erfahrt ihr natürlich hier..
helga
09:13
19-04-2018


Hat super Spass gemacht und hoffe den Hörern macht es genau so viel Spass. Danke an Meerlila blu,für die schöne Zeit und die Geduld mit mir.
Meerlila Blu (Autorin)
11:26
11-04-2018


Unten der Link zum Hörbuch!
Für alle Neugierigen stehen dort auch Hörproben bereit. Also hört einfach mal rein
Meerlila Blu (Autorin)
11:25
11-04-2018


https://www.claudio.de/bugwellen-und-handschellen-meerlila-blu-677370
Meerlila Blu (Autorin)
12:02
07-04-2018



helga
13:09
24-02-2018


Bemühe mich etwas öfter vorbei zu sehen. Schade,das sich nicht mehr bedeidigen
helga
13:06
24-02-2018


Ach wie schön meerlila
blu. Die neuen Fotos. Ich war etwas länger nicht mehr Hier weiterhin toi toi toi
Meerlila Blu (Autorin)
14:39
31-01-2018



Meerlila Blu (Autorin)
14:37
31-01-2018



Meerlila Blu (Autorin)
09:43
31-12-2017


Da drücke ich doch einfach mal zurück!


Euch allen wünsche ich für das neue Jahr Gesundheit, Glück, Erfolg und ganz viel Spaß!
09:28
29-12-2017


Gute nmorgen,
ups ich gestehe, ich war etwas länger nicht mehr hier und es ist weihnachtlich geworden.
Einfach mal nur Grüße hinterlassen und alle fest drücken!
Anja
Meerlila Blu (Autorin)
13:16
23-12-2017



Meerlila Blu (Autorin)
10:34
21-12-2017



Meerlila Blu (Autorin)
14:20
10-12-2017


Vielen Dank Anja. Nun ist bereits der 2. Advent und der Schnee ist auch bei uns angekommen. Also passt alle gut auf Euch auf!
07:47
03-12-2017


Ich wünsche allen heute einen schönen ersten Advent.
Meerlila Blu (Autorin)
11:21
10-11-2017


Heute mal etwas in nicht eigener Sache, aber es ist doch immer toll, wenn sich Jugendliche engagieren oder?

helga
11:49
26-10-2017


Prima einfach klasse die Beiden sind echte besondere Menschen und Freunde. Von uns auch ein dickes Dankeschön.
Meerlila Blu (Autorin)
11:32
26-10-2017


...und hier kommt gleich ein Weiteres...
vielleicht sollten wir noch hinzufügen, wo die tollen Bilder entstanden sind. Bei dem ersten tippe ich auf Marseille? Vielleicht liege ich aber auch völlig daneben?
Meerlila Blu (Autorin)
11:31
26-10-2017


Ihr Lieben,
ich freu mich sehr, dass ich hier Bilder von ganz tollen Menschen zeigen darf, die "MeerlilaBlu" auf Reisen immer dabei haben! Vielen Dank dafür. Vielleicht inspiriert es den ein oder anderen von Euch, hier auch mal schöne "MeerlilaBlu" oder Reisemomente zu zeigen?
helga
10:23
26-10-2017


Einfach schön klasse Idee
Meerlila Blu (Autorin)
09:23
25-10-2017


Hier ein bisschen konservierte Buchmesse, für alle die noch immer nicht genug haben und die die Erinnerung gut aufheben möchten
Meerlila Blu (Autorin)
07:36
24-10-2017


Danke Helga. Bei Anja gibt es immer noch jeden Tag neue tolle Bilder und Beiträge zur Buchmesse. Da kann ich nicht mithalten. Vieles davon hab ich gar nicht gesehen. Schaut doch mal wieder beim kleinen Bücherzimmer vorbei!
helga
14:10
23-10-2017


Haben jetzt den Messebericht nochmal in Ruhe gelesen und alle Bilder angeschaut. Einfach schön. Dankeschön. Leipzig kann kommen
Meerlila Blu (Autorin)
22:35
19-10-2017


...lieben Dank Anja. Es war mein erster Versuch. Schön, wenn Dir der Bericht gefällt! Hach, es war aber auch alles so spannend!




08:00
19-10-2017


so ein toller Messebericht!!. Und da stime ich Dir zu, anonym war es schon sehr. Aber das ist halt Frankfurt. Ihr werdet merken, in Leipzig ist alles anders :-).
ganz liebe Grüße
Anja
helga
20:18
18-10-2017


Schönes Foto von der Buchmesse danke meerlilablu ich habe viele neue Eindrücke mitgebracht. Es war sehr interessant
-1--2--3--4--5--6--7-