FBM 2017

Ja, Ihr lest richtig, ich habe meine erste Buchmesse besucht. Im Gegensatz zu meinen Büchern, die ja bereits in Leipzig dabei waren, hatte ich meine Premiere in Frankfurt am Main.

Leider war es dort nicht möglich, am Stand des Selfpublisher-Verbands mehr als zwei Bücher auszustellen und so habe ich mich entschieden, erst einmal ganz auf die Ausstellung zu verzichten. Dafür wurden die vorab in elektronischer Form eingereichten Beiträge der Mitglieder aber auf einem Bildschirm präsentiert. Der Platz war eben sehr beschränkt. Auch wurde recht kurzfristig bekanntgegeben, dass keine „Messegoodies“ in der Form von Schlüsselanhängern und Ähnlichem untergebracht werden konnten. Da waren die Bestellungen längst raus und so mussten die schönen Schlüsselbänder, die in Leipzig so gut angekommen sind, eben unterwegs verteilt werden.

Lanyards

Vorbereitet hatte ich auch ein paar besondere Leseproben für ein besonderes Ereignis:

Leseproben

und na klar, was brauchen Autoren, Blogger und alle anderen Buchverrückten immer? Stifte!

Kugelschreiber

So ausgestattet ging es dann am Donnerstag den 12. Oktober nach Frankfurt. Leider konnten wir nur für einen Tag hin und erwarteten einen entsprechend anstrengenden Tag. Termine haben wir im Vorfeld nicht viele gemacht, da wir an dem einen Tag eine Menge sehen wollten. Nur, dass wir Anja vom kleinen Bücherzimmer auf jeden Fall treffen wollten, war von Anfang an klar.

Morgens um sechs brachen wir auf und schafften die Strecke bis zum Messegelände in Frankfurt ohne Stau. Pünktlich zu Einlassbeginn waren wir zur Stelle und durchliefen in Halle 1 erst einmal die gründliche Sicherheitskontrolle.

FBM

Gleich dahinter nahmen wir den Shuttlebus zu Halle 3, die uns am meisten anzog. Klar, dass wir trotzdem erst einmal den falschen Weg genommen haben und rätselten, wie wir von Halle 4 in Halle 3 kommen. Nach einem ersten Rundgang und einem Blick auf den eben schon erwähnten Bildschirm, wurde es Zeit für ein kleines Frühstück. Um diese Uhrzeit gab es noch ausreichend Sitzmöglichkeiten und wir konnten in Ruhe Pause machen.

Zurück in Halle 3 spazierten wir gemütlich am Messestand von „Das Autorensofa“ vorbei und ich dachte, die Dame hinten in der Ecke und das dazugehörige Literaturköfferchen kenne ich doch. Anja. Wir waren alle nicht nur hocherfreut, sondern auch ein bisschen gerührt, von diesem unverhofft frühen Zusammentreffen. Ach, war das schön. Bei Anja trafen wir auch Biggi von „Melusines Welt“ und Anya von „Bücher in meiner Hand“, die sich bereitwillig zum Fotograph machte. Von Biggi gab es Muffins mit dem „Melusines Welt“ – Logo, wunderschön und sehr kreativ. Von Anja selbstgehäkelte Sorgenfresserchen, einen Bücherwurm und viel zu vieles mehr!

FBM2

Mit der Zeit wurden die Hallen immer voller und wir mussten feststellen, dass uns einiges gar nicht interessierte. Neben bekannten Verlagen stellten auch Soft- und Hardwarehändler und Verleger aus der ganzen Welt aus. Bald interessierte uns der Außenbereich mehr, als das immer dichter werdende Gedrängel in den Hallen.

FBM3

Das Signierzelt und den Lesepavillon haben wir nur kurz angesehen. Aber das Wetter war herrlich und vielen Messebesuchern ging es genau wie uns. Trotz vieler Stände mit Speisen und Getränken waren auch die Außenbereiche sehr voll und wie viele andere, suchten wir uns einfach einen großen Stein in der Sonne. Die einzige Möglichkeit, noch einmal Pause zu machen.

Langsam wurden die Beine schwer, aber Halle 4 musste trotzdem ein zweites Mal sein, denn wir hatten den Stand von „Edition Wannenbuch“ noch nicht entdeckt. Anja vom kleinen Bücherzimmer hat in der letzten Zeit so manches Mal von den Wannenbüchern berichtet und das musste ich unbedingt mal mit eigenen Augen sehen! Eine tolle Idee, wie ich finde. Jeder kennt Wannenbücher für Kinder, aber Erwachsene lesen nun mal auch in der Wanne. Ich hab es ausprobiert und finde, dass es auch ein tolles Geschenk ist, vielleicht zusammen mit einem schönen Badeschaum. Den könnte man doch vielleicht noch passend zum Buchtitel anbieten? Also, ich hab mir ein Wannenbuch gekauft und später von der lieben Anja noch ein paar als Mitbringsel bekommen.

Wannenbuch

Umgesehen haben wir uns auch noch im ARD Forum, wo interessierte Auftritte einiger großer Künstler und Moderatoren verfolgen können.

Das Messegelände in Frankfurt ist fast schon eine Stadt für sich. Die Atmosphäre ist eher anonym und zurückhaltend. Mit einer gründlicheren Vorplanung hätte sich die Zeit dort aber sicher besser nutzen lassen.

Das Highlight kam aber noch. Für den Abend hatten wir ein gemeinsames Abendessen bei einem Italiener in Sachsenhausen geplant. Zusammen mit Anja fuhren wir vom Messegelände ins „Da Pasquale“, wo wir herzlich begrüßt und gut bewirtet wurden. Außerdem hatten wir endlich Zeit, uns ganz in Ruhe kennenzulernen. Aber, wenn ihr mich fragt, es hat sich angefühlt, als würden wir uns schon ewig kennen. Es war einfach toll!

FBM4

Damit soll dieser Bericht nun enden, denn man soll ja immer gehen, wenn’s am Schönsten ist!
Schauen wir mal…..vorsichtig in Richtung „Leipzig liest 2018“!

An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön, an unseren „Chauffeur“ und meine Leidensgefährten in Sachen Plattfüsse! Außerdem schließe ich mich Anja’s Bericht gerne an und danke den Veranstaltern, Sicherheitsdiensten und Reinigungsteams! Alle haben einen unglaublichen Job gemacht!