Reisebericht unserer Mittelmeerkreuzfahrt mit AIDAmar vom 25. April bis zum 02. Mai 2014

Starthafen dieser einwöchigen Kreuzfahrt war wieder einmal Palma de Mallorca. Im Verlauf der Reise besuchten wir Civitaveccia, Livorno, Marseille und Barcelona.

Am Flughafen von Palma wurden wir auch gleich wieder freundlich von den AIDA-Mitarbeitern empfangen und per Bus ging es Richtung Hafen. Da die AIDAmar ihrem Schwesternschiff AIDAsol gleicht, verschoben wir die nähere Besichtigung des Schiffs auf später und nahmen uns diesmal Zeit die Altstadt von Palma zu erkunden. Mit dem Shuttlebus erreichten wir das Zentrum in wenigen Minuten und begannen unseren Spaziergang in der Nähe der berühmten Kathedrale, die auch vom Hafen aus zu sehen ist. Das Wetter spielte noch nicht so ganz mit und auf eine Jacke konnten wir nicht verzichten. Ein Eis haben wir uns trotzdem gegönnt, und uns von den vielen Künstlern, die hier ihre überwiegend pantomimischen Talente zeigten, bezaubern lassen.

Bild 1

Zurück auf dem Schiff bereiteten wir uns auf das Abendessen und die Sailaway-Party auf dem Pooldeck vor. Natürlich musste auch diesmal vor dem Ablegen die vorgeschriebene Seenotrettungsübung stattfinden. An Bord der AIDAmar hatten wir zwei Balkonkabinen gebucht, allerdings im Vario Preismodell. Unsere Kabinenkategorie stand also fest, nur die Lage der Kabinen hielten wir für unwichtig. Wir bekamen je eine Kabine an Steuer- und Backbordseite. Beide ziemlich weit vorne in Bugnähe. Die Schiffsbewegungen waren hier deutlicher zu spüren als weiter hinten im Schiff, so dass wir uns bei einer neuen Buchung doch wieder für das Premium-Modell entschieden haben.

Der nächste Tag war ein Seetag. Die Überfahrt nach Civitaveccia verlief bei heiteren 18 Grad ein bisschen unruhig. Trotzdem fühlten wir uns an Bord bestens aufgehoben und hatten nun Zeit, uns ganz in Ruhe das Schiff anzusehen. Seetage sind natürlich immer dann am schönsten, wenn man sie in der Sonne genießen kann.

Pooldeck

Im Hafen von Civitaveccia blieben wir zwei Tage. In Rom wurde ein Papst heilig gesprochen, und so glaubte AIDA zunächst auf alle Ausflüge dorthin verzichten zu müssen. Schließlich musste gewährleistet sein, dass alle Gäste, trotz der völlig überlaufenen Stadt, rechtzeitig und sicher zurück an Bord gelangen konnten. Einige Zeit vor Reiseantritt bekamen wir aber die Nachricht, dass wir auf einen weiteren Seetag zugunsten eines längeren Aufenthalts im Hafen von Civitaveccia verzichten würden. Das gab allen Passagieren die Möglichkeit, bei der Heiligsprechung dabei zu sein, oder den zweiten, etwas ruhigeren Tag, für den Ausflug zu nutzen. Wir haben uns für letzteres entschieden.

Erst einmal erreichten wir aber den Hafen und blieben dort nicht lange alleine. Costa Favolosa, Norwegian Spirit und MSC Musica leisteten uns Gesellschaft. Nun kann man sich in etwa vorstellen, wie viele Menschen alleine auf dem Seeweg in die ewige Stadt drängten.

Den ersten Tag verbrachten wir in Civitaveccia selbst, eher ein kleines Fischerdorf, aber eben der Hafen von Rom. Eine überlebensgroße Matrosenstatur steht im Mittelpunkt der Promenade.

Matrosenstatur

Am nächsten Morgen bereiteten wir uns auf unseren Ausflug nach Rom vor, als wir auf der Reling einige Möwen entdeckten, die dort fröhlich spazieren gingen, und sich von uns nicht stören ließen. Sie haben hier auf der Website ein eigenes zu Hause gefunden (Lekkerbek).

In Rom angekommen, besichtigten wir (noch immer in Strickjacken) den Petersdom, die Engelsburg, den Tiber, das Pantheon, die spanische Treppe und den Trevibrunnen. Nach einem fast siebenstündigen Aufenthalt waren wir froh, dass unser Reiseführer (den wir übrigens schon von unserer Reise mit „Mein Schiff 2“ kannten), uns aus der überfüllten Stadt abholte und sicher zu unserem Bus führte. Den Ausflug in Rom haben wir, wie fast immer, auf eigene Faust gemacht.

Petersdom

Nun feierte Civitaveccia gerade seinen hundertsten Hafengeburtstag und wegen der Prozessionen war den Bussen bis zu einer bestimmten Uhrzeit die Zufahrt verboten. Das bedeutete natürlich, dass anschließend alle Busse der verschiedenen Schiffe gleichzeitig ankamen und sich die Wartezeit vor den Sicherheitskontrollen entsprechend verlängerte. Wir hatten vorgesorgt, und einen Tisch im Steakhouse „Buffalo“ reserviert. Erfahrungsgemäß sind die Buffet-Restaurants hoffnungslos überfüllt, wenn viele Passagiere von langen Ausflügen zurückkehren und zur gleichen Zeit essen wollen. Aber selbst für unsere Reservierung wurde die Zeit langsam knapp, und endlich zurück an Bord, mussten wir uns in Windeseile umziehen. Das Steakhouse konnte uns nicht so richtig überzeugen. Das Essen war gut, aber natürlich nicht mit der Vielfalt am Buffet zu vergleichen. Immerhin hatten wir aber einen reservierten Tisch und ersparten uns damit eine lange Suche.

143 nautische Meilen war die zurückzulegende Entfernung bis Livorno. Auf einen gebuchten Ausflug hatten wir ganz bewusst verzichtet. Nach einem anstrengenden Tag in Rom lockten uns weder Pisa noch Florenz. Ein kurzer Spaziergang durch Livorno reichte völlig, denn die Strickjacken duften bei strahlendem Sonnenschein wenigstens schon mal um die Hüften gebunden werden. So machten wir das, was unbedingt zu einer Kreuzfahrt gehören sollte. Wir kehrten aufs Schiff zurück und setzten uns faul in die Sonne.

Bild 2

Für den nächsten Tag hatten wir nun reichlich Kraft getankt. In der Nacht legten wir 267 nautische Meilen bis Marseille zurück und freuten uns auf die französische Metropolstadt. Die Temperaturen hatten noch einmal zugelegt und machten den Ausflug umso schöner. Die Gegend um den alten Hafen von Marseille ist sehenswert und lässt vergessen, dass man sich in einer Großstadt befindet. Hier lässt es sich herrlich entspannen.

Marseille

Blieb noch Barcelona. 197 nautische Meilen entfernt und eine meiner absoluten Lieblingsstädte. Am Morgen aber unser Liegeplatz im Hafen. Hatten wir in anderen Jahren direkt mit Blick auf die Seilbahn im Hafenbecken gelegen, befanden wir uns nun weit außerhalb und mussten mal wieder Bus fahren. Für den wir auch wieder zahlten, während die Hafenbehörden in Barcelona einen kostenlosen Service stellen!

Dafür hielt das Wetter und spätestens jetzt konnte auch der letzte Pessimist die Jacke gleich an Bord lassen. Etwas über Barcelona zu schreiben fällt mir schwer. Die Stadt muss man einfach gesehen und erlebt haben. Nur soviel: die Ramblas, Sagrada Familia… das gehört natürlich zum Pflichtprogramm. Wer mehr wissen möchte, auch zum geschichtlichen Hintergrund, dem empfehle ich mein Buch „Von Meeren und Rettichen“, in dem auch diese Reise enthalten ist.

Sagrada Familia

Zum Schluss noch ein paar Worte zum Kapitän dieser Reise. Wir hatten das Glück, einen Kapitän an Bord zu haben, der sich am Ende der Woche in den Ruhestand verabschiedete. Ein Glück war es, dass wir ihn dabei haben durften, nicht dass er nicht mehr zur See fährt. Er hat uns wunderbar unterhalten, informiert und chauffiert und dieser Reise eine ganz besondere Note gegeben. In diesem Sinne „Captain out“.

Nun sind die Reiseberichte unserer Kreuzfahrten geschrieben und ihr müsst Euch ein bisschen in Geduld üben. Aber Vorfreude ist ja die schönste Freude. Neuigkeiten wird es dann im Sommer geben, zur AIDAblu und den schönsten Zielen der Adria.

Bild 3