Reisebericht unserer Kanarenkreuzfahrt 2012

Die Route dieser Reise: Teneriffa – Madeira – La Palma – Gran Canaria – Fuerteventura – Lanzarote - Teneriffa

Das Schiff dieser Reise: AIDA sol

Am 13. Oktober 2012 starteten wir unsere einwöchige Reise zu den Inseln des ewigen Frühlings. Dies ist die erste Reise, die wir zu fünft angetreten sind, denn diesmal waren auch meine Eltern mit von der Partie. Von Düsseldorf ging es Richtung Teneriffa, wo uns die Mitarbeiter von AIDA, wie immer, gleich am Flughafen in Empfang nahmen. Unter einem zwar leicht bewölkten Himmel, fuhren wir bei 27 Grad Außentemperatur mit dem Bus Richtung Hafen. Die Fahrt vom Flughafen zum Schiff dauerte ungefähr eine Stunde. Beim Eintreffen im Hafen durften wir den Bus, ebenfalls wie immer, ohne unser Gepäck verlassen und wurden im Terminal mit Erfrischungsgetränken begrüßt. Die Koffer wurden in der Zwischenzeit bereits zum Schiff gebracht, auf das auch wir schon einen ersten Blick werfen konnten. Uns Dreien war AIDA sol ja bereits aus dem Vorjahr bekannt, wenn auch in einem etwas anderen Klima. Die Einschiffungsformalitäten waren trotz großem Andrang schnell erledigt. Nun durften auch meine Eltern zum ersten Mal ihre Balkonkabine besichtigen, die direkt neben unserer lag. Da wir nicht die Premium-Variante gebucht hatten, bei der die Kabinennummern frei wählbar sind, war dies entweder der sehr netten damaligen Reiseberaterin oder einem Riesenzufall zu verdanken!

Wie immer, stand erst einmal die vorgeschriebene Seenotrettungsübung auf dem Plan, die seitens der Crew aber kompetent und zügig abgewickelt wurde. Unser Ziel für das Abendessen war das Bella Donna – Buffetrestaurant. Das Essen war, wie auch an allen darauffolgenden Tagen abwechslungsreich und sehr gut. Glück hatten wir mit den Servicekräften, die für unseren Tisch zuständig waren. Sie waren nicht nur immer sofort zur Stelle, sondern hatten auch mal ein paar Minuten für einen kleinen Plausch. Natürlich sind die Tische im Restaurant frei wählbar. Wir hatten aber einen „Lieblingstisch“ und es ist uns fast ausnahmslos gelungen, ihn auch zu bekommen. Da AIDA das Restaurant für Familien mit Kindern zum Abendessen eine halbe Stunde früher öffnet, war es zu Anfang recht ruhig. Gegen 22.00 Uhr machte sich das Schiff auf den 261 Seemeilen weiten Weg nach Madeira.

Da wir erst gegen 16.00 Uhr die Insel erreichten, konnten wir den Vormittag an Bord genießen. Die Sonne schien bei 26 Grad und wir fanden Liegestühle im Bug des Schiffes, von wo aus wir eine fantastische Aussicht auf die sich langsam nähernde Insel Madeira hatten. Ein erster Spaziergang an Land führte uns entlang der palmenbestandenen Promenade und über einen nahegelegenen Markt. Dabei konnten wir uns ruhig Zeit lassen, denn AIDA sol würde ganze 24 Stunden im Hafen bleiben und die Rückkehr auf das bewachte Schiff war zu jederzeit möglich.

So verbrachten wir einen weiteren Tag bei 25 Grad mit einem Bummel durch Funchal, bis wir die nächsten 244 Seemeilen Richtung La Palma in Angriff nahmen.

Um 9.00 Uhr am nächsten Morgen legten wir in Santa Cruz de La Palma an. Jetzt hatten wir bis 17.30 Uhr Zeit den Ort zu erkunden. Bei 26 Grad das reinste Vergnügen. Egal ob Einkaufen, gemütlich draußen sitzen und bei einem Getränk erfrischen, oder einfach nur bummeln, Santa Cruz hat alles zu bieten. Das kleine Städtchen mit der sonnigen Atmosphäre hat uns sehr begeistert. Die felsige Küste und das Schauspiel des Wassers sind sehenswert.

Zurück an Bord von AIDAsol ging es nach dem Essen zur Schlagerparty aufs Pooldeck. Die Darbietungen und Shows der Künstler können sich sehen lassen. Aber auch die Lichtshow ist ein großes Spektakel.

Im Theatrium, das bei den Schiffen der Sphinx Klasse mittig gelegen ist, und das man auf seinen Wegen über die Decks sowieso immer mal wieder durchquert, haben wir uns die ABBA Show angesehen. Eine Kreuzfahrt inklusive Musicals. Das Theatrium erstreckt sich über drei Decks und die Bühne ist beweglich. Hier werden immer wieder neue professionelle Shows vorgeführt. Auch Elvis war diesmal im Angebot.

Von Gran Canaria trennten uns nur 151 Seemeilen und auch diese Überfahrt verlief ruhig. Bereits um 8.00 Uhr machte das Schiff am Santa Catalina Poniente in Las Palmas, Gran Canaria, fest. Nachdem wir den Hafen zu Fuß verlassen hatten, bot sich uns ein Fotomotiv, das auch hier in der Galerie zu finden ist. AIDA sol lächelte zwischen den Palmen in die spanische Sonne. Da die Temperatur nun schon auf 28 Grad gestiegen war, spazierten wir über die Promenade zum Strand und ließen uns die Wellen über die Füße schwappen. Natürlich gibt es hier auch reichlich Bettenburgen, die das Stadtbild beeinflussen, aber die Strände machen das wieder wett. Direkt am Wasser fanden wir ein Lokal mit Tischen im Freien. Dort haben wir den Ausflug langsam ausklingen lassen, bevor es zurück in Richtung Hafen ging. Beeindruckt haben uns die Wegweiser, die unter anderem die Entfernungen bis Amsterdam (3173) oder Shanghai (11584) angeben. Das ist doch mal eine tolle Idee. Um 20.00 Uhr wäre AIDA sol pünktlich zum Ablegen bereit gewesen, wenn denn alle Passagiere an Bord gewesen wären. Zum Glück haben es aber alle Nachzügler gerade noch so geschafft und wurden von den Passagieren an Bord, die sich an der Reling bereits für das Ablegen versammelt hatten, mit Applaus begrüßt. Die vielen kleinen Boote im Hafen verabschiedeten den um so vieles größeres Kollegen mit einem herzlichen Hupkonzert und wir setzten unsere Reise Richtung Fuerteventura fort.

Es galt nur 119 Seemeilen zu überwinden und so konnten wir schon vor dem Frühstück beobachten, wie die Mitarbeiter jede Menge Fahrräder neben dem Schiff aufreihten, damit auch die sportlichen Ausflügler auf ihre Kosten kommen konnten. Wir haben während dieser Reise keine gebuchten Ausflüge gemacht, da die Inseln auch zu Fuß schön zu besichtigen waren. Auch Puerto del Rosario lockte mit 28 Grad, auch wenn die gefühlte Temperatur unter dem leicht bewölkten Himmel darunter lag. Palmen, Wasser, Strände und Felsen gab es auch wieder. Dazu ein großes Einkaufszentrum, das wir auf der Suche nach Mitbringseln erkundeten. In einer sehr sauberen Fußgängerzone gelegen fanden wir wieder ein schönes Lokal zum verweilen und genossen die Sonne, wenn sie zwischen den Wolken hervorblinzelte. Auch der Hafen von Puerto del Rosario setzte das Schiff in ein schönes Licht. Oft ist eine Hafenmauer oder ein Gebäude im Weg, aber auf den Kanaren ließen sich schöne Aufnahmen der AIDA sol machen. Allerdings waren wir in den meisten Häfen das einzige Schiff.

Unser nächstes Ziel war Lanzarote. Genauer gesagt die Hauptstadt Arrecife. Den kurzen Weg dahin legte das Schiff in ein paar Stunden zurück und bereits gegen Mitternacht konnten wir erneut von Bord gehen. Nur wenn die Schiffe über Nacht im Hafen bleiben, oder erst sehr spät am Abend ablegen, bekommt man Fotos des beleuchteten Riesen. Zu diesem Zweck gingen wir kurz an Land, bevor es endgültig auf die Kabinen ging. Arrecife haben wir am nächsten Tag bei Licht besucht. Nachtschwärmer durften natürlich auch im Dunkeln an Land bleiben. Der Hafen liegt ein bisschen außerhalb der Stadt und wir nutzten den von AIDA angebotenen Shuttlebus. Dieser ist kostenpflichtig. Arrecife ist eher eine Großstadt. Der Charme von Lanzarote zeigt sich in den Ferienorten, z.B. an der Costa Teguise, die wir früher einmal besucht haben, viel deutlicher und so wurde es ein eher kurzer Ausflug in die Hauptstadt.

Am Abend, der schon wieder letzte an Bord, gab es ein noch beeindruckenderes Buffet als sonst. Wie bei AIDA üblich, präsentierte die Crew aus Früchten geschnitzte Figuren und einen großen Kuchen, der in Zuckerschrift die Reisedaten wiedergab. Dann konnte die Abschiedsparty auf dem Pooldeck beginnen. Inzwischen hatten wir den Hafen von Lanzarote verlassen und waren auf offener See. Die Lasershow konnte beginnen. Sekt in den Farben der Reederei schimmerte in den bereitgestellten Gläsern und die Crew verabschiedete sich, bevor die Gäste ihren letzten Walzer an Bord tanzten.

Nach weiteren 148 Seemeilen wieder auf Teneriffa angekommen, hatten wir wegen eines späten Fluges noch Zeit, Santa Cruz zu besuchen. Insgesamt 942 Seemeilen haben wir auf dieser Reise zurückgelegt, nach der auch meine Eltern sich zu den Kreuzfahrtsüchtigen zählen dürfen. Wer mehr wissen möchte, liest in „Von Meeren und Rettichen“ weiter.