Reisebericht Perlen der Adria Juli 2017 mit AIDAblu

Am Sonntag den 23. Juli ging es endlich los. Diesmal hatten wir die Reise bei AIDA in der Premium Variante gebucht, und wussten bereits lange im Voraus, dass unsere zwei Balkonkabinen auf Deck acht nebeneinander liegen würden. Auch die Sitzplatzreservierungen für die Flüge hatten wir bequem online über das myAIDA-Portal erledigt. Nur der Parkplatz, den wir auf unseren vergangenen Reisen am Düsseldorfer Flughafen immer ansteuerten, war nicht mehr frei. Nach einiger Internetrecherche haben wir uns für ein Angebot von Park&Fly entschieden und waren sehr gespannt, ob für einen reibungslosen Ablauf gesorgt sein würde. 15 Minuten vor unserem Eintreffen in Düsseldorf sollten wir unsere Ankunft telefonisch ankündigen. Die Sommerferien sorgten für einen überfüllten Abflugbereich. Trotzdem fanden die Mitarbeiter uns auf Anhieb und nahmen den Wagen in Empfang. Er sollte in Ratingen in einer Garage geparkt werden und von dort bei unserer Rückkehr wieder am Flughafen bereitgestellt werden. Es hat alles super geklappt. An dieser Stelle ein dickes Lob an Park&Fly. Geflogen sind wir mit Eurowings. Außer einer kleinen Verspätung beim Rückflug gab es auch hier nichts zu beanstanden.

Nun aber endlich zum Schiff. AIDAblu ist ihren Schwestern sol und mar natürlich sehr ähnlich und so kannten wir uns an Bord bereits gut aus. Entgegen unserer Befürchtungen klappte die Einschiffung in Venedig zügig und reibungslos. Da wir dort 2010 mit Costa sehr schlechte Erfahrungen gemacht haben, rechneten wir mit einer viel längeren Wartezeit. Trotz unserer frühen Ankunft durften wir aber gleich aufs Schiff. Eine Kabine war bereits bezugsfertig und die andere wurde auch nach kurzer Zeit freigegeben. Auch unsere Koffer durften wir nach kurzer Wartezeit auspacken. Die Farben der Innenausstattung von AIDAblu haben uns sehr gut gefallen. Sie erinnerten uns ein wenig an unsere allererste Kreuzfahrt an Bord der AIDAdiva. Hier ein paar Eindrücke:

Blu Aufzüge Blu Studio

Ein ganz klein bisschen weniger gut hat uns dieses Mal die Beach Bar gefallen. Dieser Bereich ist nicht ganz so gemütlich ausgestattet, wie bei den Schwesterschiffen. Wegen des guten Wetters konnten wir aber sehr gut auf die Ocean Bar am Schiffsheck ausweichen. Von dort ist die Aussicht gerade beim Ablegen sehr gut und gleich am ersten Abend haben wir von hier aus die Ausfahrt aus der Lagune von Venedig genossen.

Auslaufen Venedig

Nach einem Seetag führte uns unsere Route zu der griechischen Insel Korfu. Leider liegt der Hafen etwas außerhalb und wir haben viel zu spät erfahren, dass es einen Shuttlebus gab. Trotzdem war der Weg in die Stadt auch zu Fuß gut zu bewältigen, nur der Hitze wegen war der Marsch ein bisschen anstrengend. Viele verwinkelte Gassen in denen lokale Speisen und Produkte angeboten wurden, belohnten die Mühe.

Zurück auf dem Schiff beschlossen wir, den Nachmittag auf dem Pooldeck zu verbringen. Viele Gäste waren noch an Land und so konnten wir zumindest an diesem Tag die Pools nutzen. Da es keinerlei Aufsicht auf dem Pooldeck gibt, wurde das in den nächsten Tagen leider beinahe unmöglich. Natürlich wäre es auch Sache der Eltern gewesen, ihre Kinder von den verbotenen Sprüngen ins Wasser abzuhalten, aber die hatten wohl gerade Urlaub. Die Hinweisschilder fanden keine Beachtung und so manch einer sprang anderen Badegästen aus beachtlicher Höhe auf die Köpfe. Die drei Pools sind stufenartig angelegt und ganz mutige wagten den Sprung vom oberen in den mittleren Pool. Gerade bei der Hitze war das Pooldeck meist gut besucht, bot aber den Erwachsenen keine Abkühlung.

Die nächste Etappe der Reise führt uns ins italienische Bari. Auch hier haben wir uns zu Fuß auf den Weg gemacht. Die eigentliche Stadt fanden wir erst auf dem Rückweg. Trotzdem haben wir die Kirche besucht, in der die Gebeine des hl. Nikolaus begraben sein sollen. Begeistert waren wir vom überall blühenden Oleander und der schönen Uferpromenade.

Bari

Trotzdem freuten wir uns auf die noch vor uns liegenden kroatischen Städte, denn Dubrovnik ist uns immer in guter Erinnerung geblieben. Leider bekamen wir nicht die Möglichkeit mit den Tenderbooten zum alten Hafen überzusetzen. AIDAblu lag nicht auf Reede, sondern mit einigen anderen Schiffen zusammen im großen Hafen am anderen Ende der Stadt. Diesmal mussten wir den Bus nehmen, um in die Altstadt zu gelangen. Hin- und Rückfahrt kosteten pro Person zehn Euro, so dass die Fahrt uns insgesamt fünfzig Euro kostete. In Kroatien wird nicht in Euro gezahlt. Entgegen unserer Erfahrungen wird der Euro dort auch in vielen Geschäften nicht mehr als Zahlungsmittel akzeptiert. Dafür gibt es aber reichlich Automaten, an denen man sich Geld in der Landeswährung auszahlen lassen kann. Den Rundgang auf der alten Stadtmauer, den man sich auf keinen Fall entgehen lassen soll, konnten wir sogar mit Karte zahlen. Die Preise sind in den letzten Jahren rasant gestiegen. Inzwischen bezahlt man umgerechnet schon über zwanzig Euro pro Person. Die Aussicht ist den Preis aber auf jeden Fall wert, auch wenn sich inzwischen viele Gastronome und Souvenierhändler dort oben niedergelassen haben.

Dubrovnik Stadtmauer Dubrovnik Aussicht

Mehr Informationen zu den Sehenswürdigkeiten und der Geschichte Dubrovniks gibt es so ganz nebenbei übrigens auch in „Poolradio- Kreuzfahrt und andere Hits“.

Ebenso sauber und gepflegt wie diese Stadt ist auch Zadar. Nur einen Tagen später machten wir in diesem Hafen fest und überlegten, ob wir tatsächlich bereit waren, erneut fünfzig Euro für die Fahrt in die rund sechs Kilometer entfernte Stadt auszugeben. Im Nachhinein sind wir froh, den Ausflug unternommen zu haben. Neben vielen interessanten Marktständen, der belebten Stadt und ihrem Flair, hat uns das Ufer, an dem sogar gebadet werden durfte, ganz besonders beeindruckt. Die Stufen, die ins Wasser führen, haben Öffnungen, in die die Wellen getragen werden. Diese Öffnungen finden sich auf dem Gehweg wieder. Je nach Wellengang erzeugt das Wasser verschiedene Klänge, die an Walgesänge erinnern.

Zadar

An diesem Abend mussten wir uns von Kroatien verabschieden und nahmen wieder Kurs auf Venedig. Eine Besonderheit dieser Reise war die Tatsache, dass wir die letze Nacht an Bord in einem Hafen verbracht haben. Es war schon ein bisschen seltsam, dass es am letzten Abend kein Ablegemanöver gab. Dafür blieb uns am Tag vor unserer Abreise ausreichend Zeit, Venedig zu besichtigen. Oft bleibt im Start- und Zielhafen einer Kreuzfahrt wenig oder gar keine Zeit für einen ausgiebigen Besuch der Stadt. Aber auch wenn wir eine sehr schöne Aussicht hatten, blickten wir an diesem Abend den ablegenden Schiffen etwas wehmütig nach. Bei einer Seereise möchte man doch eigentlich schon gerne auf dem Wasser unterwegs sein. AIDAblu teilte sich die Lagune an diesem Tag mit sechs anderen Kreuzfahrtschiffen und einem großen Segelschiff. Wir bestaunen sehr gerne andere Schiffe, aber Venedig war an diesem Tag von Touristen überschwemmt. Mit dem Wassertaxi sind wir ganz nah an den Riesen vorbei Richtung Markusplatz gefahren. Hin- und Rückfahrt kosten zusammen pro Person acht Euro. Die Tauben, die so oft im Zusammenhang mit dem Markusplatz genannt werden, waren diesmal wohl vor den Touristenmassen geflohen. Trotzdem waren wir vom Dogenpalast ebenso beeindruckt wie von der Rialto- und der Seufzerbrücke. Nur eine Fahrt auf dem Canale Grande haben wir uns erspart. Wer in Venedig einmal Gondel fahren möchte, muss bereit sein zwischen achtzig und hundert Euro auszugeben.

Rialto Brücke Seufzer Brücke Dogenpalast & Markusplatz

Abschließend noch ein paar Worte zum Schiff und seiner Besatzung. Die Kellner in den Bars erschienen zu Anfang fast ein bisschen träge, dafür war das Housekeeping der AIDAblu sehr umsichtig und sauber. Die Gastgeber konnten mit ihren Kollegen auf den Schwesterschiffen nicht ganz mithalten. Einige Informationen kamen spät oder gar nicht. Dafür hatten wir einen Kapitän, der die Passagiere auf sympathische Weise mit Informationen versorgte. Das Angebot der Speisen war vielfältig, wenn auch nicht alles unserem Geschmack entsprach, aber zum Glück hat nicht jeder den gleichen Geschmack. Flexibel war der Koch auf jeden Fall. Als wir ihn gegen Ende der Reise an Deck entdeckten und spontan ein fröhliches Liedchen zum Thema „Fritten“ anstimmten, fanden wir sie am nächsten Tag prompt auf dem Buffet. Obwohl man ja jederzeit hätte in den California Grill ausweichen können. Das Buffalo Steakhouse haben wir auch besucht, es unterschied sich nicht von unserem ersten Besuch auf AIDAmar. Insgesamt sollte für die Besatzung „Schuster – bleib bei Deinen Leisten“ gelten, als Shanty Chor konnten die dünnen Stimmchen so gar nicht überzeugen. Statt einer Abschiedsparty im Freien gab es ein White BBQ. Leider waren die weißen Klamotten schon alle wieder im Koffer – geschmeckt hat es aber trotzdem.

Unser Fazit: die Route und die angelaufenen Häfen waren toll. Das Wetter hat mitgespielt – es war fast ein bisschen zu heiß. Das Meer war ruhig und auch für weniger seefeste Passagiere angenehm. AIDAblu ist ein tolles Schiff – nur über die Sache mit dem Bademeister müssen wir noch einmal reden.